Ich habe hier schon mehrfach das Thema GründerInnenkultur und UnternehmerInnenkultur in Deutschland erwähnt. Oftmals im Rahmen anderer Themen. Damit einher geht auch eine Kultur des Scheiterns, welche ohne Zweifel dazu beiträgt, dass die erst genannten Punkte so sind wie sie sind.

XING Spielraum Talk Christian Lindner und Lars Hinrichs

Was hindert Menschen hierzulande daran, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen? Sind wir weniger innovativ als Menschen in anderen Ländern? Ich glaube nicht. Vielmehr glaube ich, dass für einen solchen Schritt auch Parameter stimmen müssen, die weniger etwas mit der Person die gründen möchte zu haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass sehr viele Menschen schon einmal für sich selbst darüber nachgedacht haben, wie es wäre, wenn sie ihr eigenes Unternehmen haben. Und wenn das auch nur so eine “Herumspinnerei” gewesen sein mag, den Gedanken daran und den Wunsch danach haben deutlich mehr, als letztlich auch diesen Weg gehen.

Ja, das ist natürlich ein Risiko (aber ist es dass nicht allgemein, das Leben?). Ja, da ist sicherlich auch nicht jeder Mensch für geschaffen. Genauso wenig wie andere wie ich z.B. dafür geschaffen sind, ein Angestelltendasein zu fristen. Die Frage die sich die Politik aber auch die Gesellschaft stellen sollte: wie hoch lege ich die Hürde und möchte ich überhaupt, dass bei dem Lauf jemand ins Ziel kommt. Klar das ist alles viel komplexer als ich das in den paar Sätzen versuche zu skizzieren, dennoch macht es glaube ich klar, welches eines der Probleme ist:

Bist Du erfolgreich wirst Du schief beäugt, weil das kann ja nicht sein, dass das mit rechten Dingen zugeht. Da wird doch bestimmt jemand ausgenutzt, UnternehmerInnen bereichern sich an anderen, da verdient jemand Geld und davon vielleicht auch noch viel, das geht so nicht o.ä. Argumente. Scheiterst Du mit Deiner Idee, wirst Du geächtet, ebenso schief angeschaut und bist gebrandmarkt bis in die Ewigkeit. “Der/die hat ja bereits bewiesen, dass sie nichts zustande bringt”. Nach den Gründen und Ursachen fragt niemand. Ebenso wenig danach ob es nicht vielleicht sogar etwas Gutes hat, wenn jemand schon mal hingefallen ist. 

Im Format des XING Spielraum Talks sprechen Christian Lindner und Lars Hinrichs über GründerInnenkultur, mögliche Ursachen, Optionen und Chancen. Zu Beginn des nachstehenden Videos ist ein Ausschnitt aus einer Landtagsrede von Christian Linder zu sehen, welche in den letzten Wochen durch die sozialen Medien ging. Politisch muss man ihm nicht nahe stehen um zu sagen, dass daran vieles wahr ist, was er sagt.

Die restlichen ca. 15 Minuten sagen aber beide auch viele Dinge zum Thema UnternehmerInnenkultur, Scheitern, Gründung etc. 

Ich bin kein Mensch der oft und gern ein grosses Mimimimi anstimmt. Auch bin ich eher so gestrickt, dass ich versuche mit den Situationen klar zu kommen, wie sie nun mal gerade sind und versuche, das Beste daraus zu machen. Das ist aber auch eine Eigenschaft, welche ich in den letzten 16 Jahren meiner Selbständigkeit verstärkt habe und welche dort überwiegend geprägt wurde. Und ich bin der Ansicht, es sollte jede_r die Chance bekommen, die Unterstützung erfahren und Ermutigung von allen Seiten erhalten, den Weg zu gehen und ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Nicht in jedem Falle wird es von Erfolg gekrönt sein, aber auch zu scheitern, hinzufallen muss erlaubt sein. Und wenn das der Fall ist: diese Menschen haben etwas wertvolles gerlernt, nämlich dass was in ihrem Falle nicht funktioniert hat. Reicht diesen Menschen die Hand und helft ihnen auf.



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geschrieben von Steve Rückwardt
Ich bin Steve, Gründer und "Hausmeister" von lex-blog.de. Mit dem Blog möchte ich AnwenderInnen bei ihrer Arbeit mit den Produkten weiterhelfen. Neben dem Blog bin ich auch viel in Foren und sozialen Netzwerken unterwegs. mehr über mich


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