1

Änderung bei SV-Meldung ab 2016?


Die elektronische Meldung an die Sozialversicherungsträger besteht ja schon eine ganze Weile. In den Jahren hat sich einiges verändert und die Meldungen wurden mit der Zeit immer umfangreicher.

Sozialversicherung

Wie man bei Haufe berichtet, so haben sich die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung verständigt, einige Änderungen an den Meldungen festzulegen. Diese Änderungen sollen dann ab 2016 gelten. Weiter heisst es

Seit dem Frühjahr 2013 haben Meldeexperten der Sozialversicherung in einer Arbeitsgruppe darüber beraten, wie eine kostenschonende Neugestaltung erfolgen kann. Denn jede Veränderung in der Meldung bedeutet nicht nur bei den ca. 3,2 Mio. Arbeitgebern, sondern auch bei allen Sozialversicherungsträgern Aufwand. Am Ende stand als Ergebnis eine Kompromisslösung, die nicht alle Wünsche berücksichtigt.

Anpassungen des Datensatzes

Um die “neue” Sozialversicherung auch für zukünftige Neuerungen und Änderungen vorzubereiten, sollen 400 Reservefelder eingefügt werden. Somit könne man den Umfang der Meldungen unproblematisch erweitern, sofern notwendig. Weiterhin werden Anforderungen der Renten- und Unfallversicherung berücksichtigt. Künftig soll das Datum, zu welchem der Arbeitgeber die Meldung erstellt hat, von den Krankenkassen bis zur Datenstelle der Rentenversicherung übermittelt werden. Dies sei hilfreich für die Betriebsprüfungen und den ab 2016 startenden maschinellen Lohnnachweis der Unfallversicherung. Um dies dann jedoch in der Praxis durch den Betriebsprüfer nutzbar zu machen, müsse durch den Gesetzgeber noch geregelt werden, zu welchem Zeitpunkt eine Meldung als fristgerecht abgegeben angesehen wird.

Ausserdem soll zukünftig auch das Entgeltabrechnungsprogramm mit in der Meldung übertragen werden. Man verspricht sich hierbei Systemfehler und Probleme schneller erkennen und zusammen mit den Herstellern der Software beheben zu können. Auch soll ein Vorschlag der Softwarehersteller umgesetzt werden, welcher vorsieht, im Arbeitgebermeldeverfahren eine Datensatz-ID zu hinterlegen. Darüber könne bei einer Fehlermeldung durch die Datenannahmestelle die Ursprungsmeldung im Bestand schneller gefunden werden.

Alles neu und auch wieder nicht

Der Entschluss, die Sozialversicherungsmeldungen grundlegend zu erneuern, ist dann leider auch nur ein Kompromiss. Die bestehende Struktur, soll vorerst so belassen werden. Den Datensatz grundlegend neu aufzubauen hätte einen erheblichen Umstellungsaufwand bedeutet. Auch die Datenfelder Name und Anschrift des Arbeitnehmers will man vorerst so belassen, wenngleich man sich bewusst sei, dass einige Namensschreibweisen mit dem Status Quo nicht vollständig abgebildet werden können.

Startschuss 2016

Am 19. bzw. 20.02.2014 wurde die Änderungsentscheidung zur Modernisierung der Sozialversicherungsmeldung in einer Besprechung der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung getroffen. Eine Ergebnisschrift wolle man Mitte März veröffentlichen. Danach steht noch das Genehmigungsverfahren mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus. Läuft selbiges wie geplant, kann die “neue Sozialversicherungsmeldung” ab 2016 starten.



Teile den Artikel in Deinen Netzwerken:
Twitter Facebook Google+ XING Flattr
veröffentlicht unter ,
geschrieben von Steve Rückwardt
Ich bin Steve, Gründer und "Hausmeister" von lex-blog.de. Mit dem Blog möchte ich AnwenderInnen bei ihrer Arbeit mit den Produkten weiterhelfen. Neben dem Blog bin ich auch viel in Foren und sozialen Netzwerken unterwegs. mehr über mich


Dieses Blog unterstützen

Wunschzettel oder weitere Infos über diesen Link

Flattr this

Kommentare 1


  • Guten Tag
    Solange in den Programmen der Arbeitgeber dann allerdings immer noch Meldungen der Art “DFFGRU in ASDFGHIJ zu DERTY unzulässig” auftauchen statt einer vernünftigen Erklärung des Fehlers in normalem verständlichen Schriftdeutsch, dürfte sich an den Problemen bei der Übermittlung nichts ändern.
    Das Problem ist doch das die ganzen Institutionen immer mehr Daten von den Arbeitgebern wünschen ohne diesen einen wirklichen Vorteil zu bringen.
    So gibt es immer noch keine gesetzlichen/juristischen Vorgaben für eine rechtssichere Sicherung/Archivierung der Daten.
    Man bekommt immer mehr das Gefühl das die Arbeitgeber die Arbeit der SV/RV-Träger bzw. der FA machen sollen ohne dafür einen adequaten Ausgleich zu erhalten.
    Dies ist nur meine Meinung, wenn ich solche Meldungen lese.
    MfG Robert Madloch

    Antworten

Diesen Beitrag kommentieren

Bitte beachte die hier geltenden > Kommentarregeln <. Synonyme oder Fantasienamen sind nicht erwünscht. Kommentare, welche nicht den Kommentarregeln entsprechen werden nicht freigegeben. Es ist mindestens der Vorname anzugeben. Ich möchte Euch als Leser gern direkt ansprechen können. :) Vielen Dank!

>>>>> Für Supportfragen bitte das > Forum < nutzen.<<<<<

Back to top
banner